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Veranstaltungen
der NABU - Gruppe
Wettsaasen
2006
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Den Fröschen
und Molchen auf der Spur
Regen
Zuspruch fand eine Veranstaltung rund um die
heimischen Amphibien, zu der die NABU
Ortsgruppe Wettsaasen eingeladen hatte.
Zunächst wurde in der Gaststätte Grün mit
einigen farbenfrohen Dias gezeigt, welche
Vielfalt an Kröten und Co unsere Heimat zu
bieten hat. Der
Amphibienexperte Reinhard Eckstein erklärte
anschaulich die Unterschiede zwischen den
einzelnen Arten von Lurchen, Kröten ,Fröschen
und Unken. Hierfür hat er eigens einen
Amphibienbestimmungsschlüssel erstellt.
Die
zu Gehör gebrachten Tonaufnahmen beeindruckten
vor allem die zahlreich anwesenden Kinder.
Natürlich kamen auch sinnvolle Schutzmaßnahmen
zur Sprache, deren Durchsetzung leider oft an
fehlenden Finanzen oder an bürokratischen Hürden
scheitern.
Es ist durchaus erfolg versprechend , als
Ausgleichsmaßnahme im Straßenbau an geeigneter
Stelle Tümpel an zulegen. Davon konnten sich die
etwa 30 interessierten Personen bei der
anschließenden Exkursion auf eindrucksvolle
Weise überzeugen. |
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Auf
den ersten Blick schien es, als müssten sich die Teilnehmer
mit dem Bewundern von Grasfrosch- und Erdkrötenlaich
begnügen. Doch nach längerem geduldigen Hinsehen fanden vor
allem die Kinder Freude an dem emsigen Gewimmel von
quirligen Kaulquappen.
Mit zunehmender Sonnenwärme konnten dann sogar noch einige
Molche bestaunt werden, und zwar mehrere Exemplare des
Bergmolches sowie einige Teichmolche und schließlich sogar
der seltenere Fadenmolch.
Dieser lehrreiche Tag konnte sicherlich einige Naturfreunde
anregen, sich intensiver mit unseren selten gewordenen und
schützenswerten Amphibien zu befassen.
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Biber und
Schachblumen im Spessart
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Die Tagesfahrt der NABU-Gruppe Wettsaasen
führte am 29.4.2001 nach Mernes in den Spessart. Die 34 Teilnehmer starteten
gegen 8.00 Uhr und fuhren mit einem Bus der Firma Philippi über Schotten, Gedern,
Bad-Soden Salmünster nach Mernes. |
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Förster
Thill vom ansässigem Forstamt begrüßte die
Gruppe. Bei der folgenden Exkursion konnte
Förster Thill viele interessante Dinge über die
Wiederansiedlung des Bibers im hessischen
Spessart vermitteln. Das vom Menschen
verursachte Aussterben der Biber in Hessen wurde
erläutert. Den Versuch zur Wiederansiedlung
starteten die Obere Naturschutzbehörde Hessens,
die Hessische Forstverwaltung und die Hessische
Gesellschaft für Ornithologie im Jahre 1975.
Flurneuordnungen hatten zum Ziel weiträumige
Grundstücke in den Bach- und Flusstälern für den
Naturschutz zu beschaffen und damit die
extensive Grünlandnutzung und den Bestand an
naturnahen Kraut- und Gehölzvegetation am Ufer
zu sichern. Zugleich wurden in der Zeit von 1976
bis 1983 umfangreiche Bach begleitende
Weichholzanpflanzungen mit verschiedenen
heimischen Weidenarten durchgeführt. Im Oktober
1987 erfolgte die Aussetzung von sechs und im
Oktober 1988 von zwölf Elbebiber im östlichen
hessischen Spessart im Gewässersystem von Jossa
und Sinn. Nach über zehn Jahren kann die
Wiederansiedlung als erfolgreich angesehen
werden, denn die Population ist inzwischen auf
fast 200 Exemplare angewachsen und breitet sich
auch weiter aus. Förster Thill stellte
Biberbiotope vor und erklärte Lebensweise,
Größe, Fortpflanzung und Zuwachs des Bibers. Zum
Abschluss zeigte Thill als Besonderheit für die
mitgefahrenen Kinder und natürliche alle anderen
Teilnehmer einen präparierten Biber. Die Größe
des Tieres, sowie die langen Schneidezähne
beeindruckten alle. Nach der
Mittagspause in Mernes wurde nun ein nicht
geplanter Abstecher ins Sinntal nach
Niedergronau gemacht. Hier blühten in großer
Anzahl, eine Rarität, die Schachblume. Nur noch
an wenigen Stellen in Deutschland kommt diese
faszinierende Pflanze vor. Das Sinntal um
Niedergronau ist wahrscheinlich das größte
Vorkommen dieser Spezie in Westeuropa. Auf dem
jährlich stattfindendem Schachblumenfest mit
Musik, Kutschfahrten und fachkundlichen
Erläuterungen wurde ein kurzer Zwischenstop
eingelegt. Das Photographieren von Fritillaria
meleagris, der Schachblume, kam natürlich nicht
zu kurz. Zum
Abschluss der Fahrt traf man sich mit dem NABU-
Mitglied Manfred Jäger am Obermooser Teich.
Jäger als hervorragender Kenner des Teiches
erläuterte die Entwicklung und den Stand der
Kaufangelegenheiten durch den
NABU-Landesverband. Die NABU-Gruppe Wettsaasen
übergab einen Scheck über 1.500 DM zur
Finanzierung des Ankaufes der Teiche. Ein
Rundgang um den Obermooser Teich und der
Abschluß in Niedermoos rundeten diesen gelungen
Tag ab. Gegen 20.30 Uhr landeten die Teilnehmer
wieder wohlbehalten in Wettsaasen. |
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Die
NABU-Gruppe Wettsaasen veranstaltete am Freitag den 3.8.2001 ein
Fledermausseminar. Ganz große Resonanz fand am Freitag die
"Fledermausnacht" der örtlichen "NABU-Gruppe" mit
Fledermausseminar und Exkursion unter Leitung von Klaus Spruck
(Heuchelheim), Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz
Hessen. |
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Vorsitzender Manfred Tröller eröffnete das
Seminar im Dorfgemeinschaftshaus in Mücke
Wettsaasen und begrüßte 44 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer - bei großer Freude über die große
Zahl der beteiligten Kinder, die sich ganz
beträchtlich in der Sache rührten - und den
Referenten des Abends, einen gefragten Fachmann
in der Fledermausbiologie. In seinem Vortrag
wurde ein weiter Bogen durch die Welt der
Fledermäuse geschlagen. Begonnen wurde mit der
Vorstellung einiger der 22 in Deutschland
vorkommenden Arten. Über den Körperbau
(Fledermäuse fliegen mit den Händen) und die
speziellen Erkennungsmerkmale wie Haarfarbe und
Ohrform stellte Klaus Spruck vom NABU
Heuchelheim (bei Gießen) die
Überlebensstrategien und die daraus
resultierenden Anforderungen an den Lebensraum
vor. Ein weiterer Schwerpunkt bildete der
Nahrungserwerb. Alle Fledermäuse in Europa
ernähren sich nur von Insekten. Die Aussage, 1
Wasserfledermaus frisst pro Jahr rund 1/2
Million Mücken, sollte dabei die Bedeutung
allein dieser Fledermausart unterstreichen. In
diesem Zusammenhang wurde auf die Funktion der
Ultraschallortung eingegangen. Von einer CD
konnten die rund 40 Besucher unterschiedliche
Rufe einiger deutlich unterscheidbare Arten
kennen lernen. Ein weiterer wichtiger Punkt des
Vortrags bildete der Jahreslauf der Fledermäuse.
Hier überraschte vor allem, dass Fledermäuse bis
zu 30 Jahre alt werden können. Als erster Punkt
wurden Bedingungen für den Winterschlaf - mit
Absenkung der Körpertemperatur, extrem langsamer
Herzschlag und Atmung - und die Anforderungen an
die Winterquartiere angesprochen. Die Bildung
der Wochenstuben von Fledermausweibchen, die
Geburt der Jungen (die Weibchen bringen pro Jahr
nur 1 Jungtier zur Welt) sind die Aktivitäten in
der Sommerzeit. Im Herbst müssen sich die
Fledermäuse eine Fettreserve für den bis zu 3
Monate dauernden Winterschlaf anfressen. Mit der
Vorstellung von Sommer- und Winterquartieren
sowie Schutzmassnahmen wurde der Vortrag
beendet. |
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